SPD-Kandidat Sauerzapf bei Bürgermeisterin Schwaderer
Veröffentlicht am 12.01.2021 in Aktuelles
Beim Informationsbesuch des SPD-Landtagskandidaten Colin Sauerzapf bei der Möglinger Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer standen die nächsten Schritte bei der geplanten Stadtbahn, der Wohnungsbau und die Bildungspolitik im Mittelpunkt. Sauerzapf wurde begleitet vom Möglinger SPD-Fraktionschef Gerald Häcker und dem Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Roland Peter.
Die Bürgermeisterin hofft, dass „bei der Stadtbahn-Verbindung Markgröningen – Ludwigsburg über Möglingen bald Bewegung erkennbar ist, nachdem der Landkreis und die beteiligten Kommunen den notwendigen Zweckverband gegründet haben. Allerdings muss sich die Deutsche Bahn als Eigentümerin nach der langjährigen Diskussionsphase endlich entscheiden, ob sie die Strecke verkaufen will oder nicht.“
Rebecca Schwaderer kritisierte, dass der Entscheidungsprozess durch immer wieder neue Variantendiskussionen in die Länge gezogen wird: „Durch neue Prüfaufträge treten wir ständig auf der Stelle“. Demgegenüber sind wichtige Punkte noch immer nicht geklärt. Ich bin als Unterstützerin der Bahn aber dagegen, dass etwa bei einer Anbindung von Schwieberdingen auch Güterzüge durch Möglingen fahren“, wie sie festhielt.
Gerald Häcker betonte zudem, dass die SPD-Fraktion eine zweigleisige Strecke durch Möglingen ablehnt. Er forderte, dass die Haltepunkte der Bahn durch eine Busverbindung an andere Wohngebiete angebunden werden sollten. Und Landtagskandidat Sauerzapf unterstrich, dass die SPD im Kreis den Bau der Stadtbahn unterstützt und einen baldigen Baubeginn fordert.
SPD-Landtagskandidat Colin Sauerzapf, Gerald Häcker, Roland Peter, Rebecca Schwaderer
Beim Wohnungsbau verwies die Bürgermeisterin auf die Schwierigkeiten für eine Gemeinde ohne eigenes Bauland, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Wir kommen nicht an Grundstücksflächen heran.“ Durch den Ankauf von Flächen würde die Kommune die ohnehin schon hohen Preise in die Höhe treiben, während die Bereitschaft, die vorhandene Bebauung zu verdichten, sehr gering sei. „Letztlich fallen dadurch Menschen mit geringem Einkommen durchs Raster.“ Colin Sauerzapf stimmte zu, denn er hat im Remsecker Gemeinderat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Änderungen an der Wohnungspolitik können nur von Land und Bund kommen“. Er verwies etwa auf die Forderung der SPD, eine Wohnbaugesellschaft des Landes zu errichten.
Die Bürgermeisterin unterstützte die Forderung der SPD, die Kindergartengebühren abzuschaffen. „Die Gesellschaft wird immer vielfältiger. Alle Menschen müssen deshalb ausreichenden Zugang zur Bildung erhalten. Die Gefahr ist aber groß, dass es zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft kommt.“ Sie zeigte sich jedoch mit den Sozialdemokraten einig, dass ein Wegfall der Gebühren nur durch einen finanziellen Ausgleich des Landes möglich sein wird. „Ein weiteres großes Problem im KiTa-Bereich stellt außerdem der Fachkräftemangel dar.“ Sauerzapf betonte zudem, dass die Belastung der Städte und Gemeinden durch zusätzliche Aufgaben etwa in der Bildung verringert werden muss:
„Das Land hat jetzt die Digitalisierung in den Schulen durch eine Anschubfinanzierung vorangebracht. Es ist aber völlig ungeklärt, was danach passieren wird“.
Gesprächsrunde SPD Möglingen mit der Bürgermeisterin Rebecca SchwadererBürgermeisterin Schwaderer im Gespräch mit SPD-Kandidat Colin Sauerzapf
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